1920-29

Fritz Nicolai: Turmspringer, Akrobat und Spaßvogel

Der Erste Frankfurter Schwimm Club und der FRV – Teil 2

Fritz Nicolai ca. 1910, er trägt hier offensichtlich die Strandmütze des FRV (Quelle: Festschrift 75 Jahre EFSC 1891)

Fritz Nicolai ca. 1910, er trägt hier offensichtlich die Strandmütze des FRV (Quelle: Festschrift 75 Jahre EFSC 1891)

Auch Friedrich „Fritz“ Nicolai, geboren am 11. (Februar oder) Dezember 1879, ist wie der zehn Jahre ältere Friedrich Stoltze Mitglied des Ersten Frankfurter Schwimm Club 1891. FRV-Mitglied wurde er offenbar 1910, denn 1935 erhielt er die Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft. Nicolai wird 1906 in Paris Weltmeister im …

Phoenix von der Frankfurter Bootswerft Leux

Namenszug auf dem Riemen-Vierer Phoenix

Namenszug auf dem Riemen-Vierer Phoenix

Als Leihgabe besitzt der FRV den in Schindelbauweise erstellten Riemenvierer “Phoenix” von der Werft Leux. Im Innern ist das “geklinkerte” Boot noch gekennzeichnet mit der Originalmarke “Ferdinand Leux Bootbauerei Frankfurt a.M. Niederrad”. Das Boot müsste daher schon vor 1925 gebaut worden sein, als …

Per Anhalter mit dem Floß

Holztransport bis nach Rotterdam

Wanderfahrt nach Lohr im August 1927

Wanderfahrt nach Lohr im August 1927

Als wir vor die Oberräder Schleuse kamen, erlebten wir doch eine große Freude. Die Flöße, die wir vor Wertheim verlassen hatten, harrten der Durchfahrt. Freudig wurden wir von den braven Flößern begrüßt. Schnell war das Boot auf das erste Floß heraufgezogen und im Zischen und Brausen des Floßkanals ging es durch die Schleuse.

(Monatliche Mitteilungen des FRV, September 1924, „Meisterschaftsnummer“)

So berichtet ein Vereinsmitglied von einer Wanderfahrt im Sommer 1924 auf dem Main. Die Flöße gehörten damals zum Flussbild wie heute die großen Frachtschiffe und sie hatten eine ähnliche Größe. Anders als diese konnten sie ohne weiteres ein Ruderboot per Anhalter mitnehmen. Das war für die Ruderer nicht nur bequem, sondern auch aus einem anderen Grund attraktiv.

Düstere Jahre ab 1933 auch im Sport

Jüdische Unterstützer und Aktive im FRV – Teil 2

Nach Hitlers Machtübernahme im Januar und der Frankfurter Kommunalwahl am 12. März 1933, bei der die NSDAP 47,9 Prozent der abgegebenen Stimmen erhält, tritt der Frankfurter Oberbürgermeister jüdischer Herkunft →Ludwig Landmann zurück. Sein Nachfolger als OB wird NSDAP-Mitglied Friedrich Krebs. Dieser entlässt fristlos alle Beamten und Kommunalangestellten, die Mitglied in den Arbeiterparteien sind, und bereits am 28. März 1933 alle 81 Mitarbeiter jüdischen Glaubens, Anhänger der NSDAP erhalten diese Positionen. Das entsprechende „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ wird erst nachträglich am 7. April 1933 vom verstümmelten Reichstag verabschiedet und rasch auch im Rudersport angewendet.

Auf und Ab des Vereins mit dem Wasserstand

Immer wieder Hochwasser – Teil 1: Maininsel und Tiefkai

1876 zweithöchstes Hochwasser der Vereinsgeschichte - Bootshaus mit Uhrturm auf der Maininsel

In den Monaten November bis Februar erreicht das steigende Mainwasser immer wieder die verschiedenen Bootshäuser des Vereins, sei es auf der westlichen Maininsel (1871-1914) oder am Sachsenhäuser Tiefkai (1914-1944). Schon am 21. Februar 1876 erlebt der Verein das zweithöchste Hochwasser. Bei maximalem Pegelstand von 6,20 m werden große Teile der Altstadt überschwemmt. Den Verein plagen danach – und nach erneuten Hochwasserschäden 1877 – Finanznöte: Die Auffüllarbeiten verursachen 7.000 Mark Schulden, die zunächst nicht einmal mit Aktienausgabe an die Mitglieder ausgeglichen werden können. Erst im Jahr 1882 ist die Schuld endlich getilgt, aber …