1940-49

Wiedergründung 1946: Mehr Kontinuität als Wandel?

Einladung zur Vorbesprechnung der ersten Mitgliederversammlung nach dem Zweiten Welkrieg (zum Vergrößern anklicken)

Einladung zur Vorbesprechung der ersten Mitgliederversammlung nach dem Zweiten Weltkrieg (zum Vergrößern anklicken)

Mit einfachsten Mitteln lädt der frühere stellvertretende Vorsitzende Kuno Woelcke (unterstützt von Paul Elschner) ein Jahr nach dem Kriegsende in Frankfurt im März 1946 zunächst zu einer Vorbesprechung der ersten Mitgliederversammlung ein: Der Brief ist ein mit Matrize abgezogenes DIN-A5-Blatt mit maschinengetipptem Absender und Adresse, gefaltet, mit Papierstreifen zusammengeklebt und …

Zusammenbruch Ende des Zweiten Weltkriegs

Zusammenbruch English description

Im Verlauf der Kriegshandlungen wurden beide Bootshäuser einschließlich des gesamten Bootsbestands und der Einrichtung zerstört. Der Neubau in vernünftigem Stil ist für die nächste Zukunft beabsichtigt.

Tatsächlich verliert der Frankfurter Ruderverein Ende des Zweiten Weltkriegs gleich zwei Bootshäuser, wie es hier in etwas gebrochenem Englisch heißt. Diese Beschreibung der Vereinsgeschichte wendet sich wohl im Rahmen der Wiederzulassung des Vereins Anfang 1946 an die amerikanische Besatzungsmacht. Im Bombenkrieg zerstört werden sowohl das angestammte hölzerne Bootshaus, das seit dem Abriss der Alten Brücke 1914 von der Insel auf den Tiefkai in Sachsenhausen umgezogen ist, als auch das zweite, …

Anne Franks Großvater Mitglied um 1900, Vater im Streit mit Vorsitzendem von 1952

Jüdische Unterstützer und Aktive im FRV – Teil 3

Zweifache Verbindung zur Familie der berühmtesten Frankfurterin

Zweifache Verbindung zur Familie der berühmtesten Frankfurterin

Auch der Großvater der berühmtesten Frankfurterin gehört um 1900 zu den jüdischen Mitgliedern des FRV. Das Tagebuch der Anne Frank ist ein Weltbestseller, ihre Geschichte mit Exil und Versteck in Amsterdam sowie Tod im KZ kurz vor Kriegsende muss daher nicht erzählt werden. Dass der FRV zweifach in Beziehung zu ihrer Familie steht, ist hier relevanter. Dies auch, weil die Geschichte der Familie Frank im April 2015 Gegenstand des Lesefestes Frankfurt liest ein Buch sein wird.

Düstere Jahre ab 1933 auch im Sport

Jüdische Unterstützer und Aktive im FRV – Teil 2

Nach Hitlers Machtübernahme im Januar und der Frankfurter Kommunalwahl am 12. März 1933, bei der die NSDAP 47,9 Prozent der abgegebenen Stimmen erhält, tritt der Frankfurter Oberbürgermeister jüdischer Herkunft →Ludwig Landmann zurück. Sein Nachfolger als OB wird NSDAP-Mitglied Friedrich Krebs. Dieser entlässt fristlos alle Beamten und Kommunalangestellten, die Mitglied in den Arbeiterparteien sind, und bereits am 28. März 1933 alle 81 Mitarbeiter jüdischen Glaubens, Anhänger der NSDAP erhalten diese Positionen. Das entsprechende „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ wird erst nachträglich am 7. April 1933 vom verstümmelten Reichstag verabschiedet und rasch auch im Rudersport angewendet.

Auf und Ab des Vereins mit dem Wasserstand

Immer wieder Hochwasser – Teil 1: Maininsel und Tiefkai

1876 zweithöchstes Hochwasser der Vereinsgeschichte - Bootshaus mit Uhrturm auf der Maininsel

In den Monaten November bis Februar erreicht das steigende Mainwasser immer wieder die verschiedenen Bootshäuser des Vereins, sei es auf der westlichen Maininsel (1871-1914) oder am Sachsenhäuser Tiefkai (1914-1944). Schon am 21. Februar 1876 erlebt der Verein das zweithöchste Hochwasser. Bei maximalem Pegelstand von 6,20 m werden große Teile der Altstadt überschwemmt. Den Verein plagen danach – und nach erneuten Hochwasserschäden 1877 – Finanznöte: Die Auffüllarbeiten verursachen 7.000 Mark Schulden, die zunächst nicht einmal mit Aktienausgabe an die Mitglieder ausgeglichen werden können. Erst im Jahr 1882 ist die Schuld endlich getilgt, aber …