Tag Archive for Bootshaus

Zusammenbruch Ende des Zweiten Weltkriegs

Zusammenbruch English description

Im Verlauf der Kriegshandlungen wurden beide Bootshäuser einschließlich des gesamten Bootsbestands und der Einrichtung zerstört. Der Neubau in vernünftigem Stil ist für die nächste Zukunft beabsichtigt.

Tatsächlich verliert der Frankfurter Ruderverein Ende des Zweiten Weltkriegs gleich zwei Bootshäuser, wie es hier in etwas gebrochenem Englisch heißt. Diese Beschreibung der Vereinsgeschichte wendet sich wohl im Rahmen der Wiederzulassung des Vereins Anfang 1946 an die amerikanische Besatzungsmacht. Im Bombenkrieg zerstört werden sowohl das angestammte hölzerne Bootshaus, das seit dem Abriss der Alten Brücke 1914 von der Insel auf den Tiefkai in Sachsenhausen umgezogen ist, als auch das zweite, …

Beton schützt nicht vor Schlamm

Auch das 1950 eingeweihte Bootshaus unter dem Brückenbogen ist nicht vor Hochwasser gefeit, wie hier im Februar 1970.

Auch das 1950 eingeweihte Bootshaus unter dem Brückenbogen ist nicht vor Hochwasser gefeit, wie hier im Februar 1970.

Immer wieder Hochwasser – Teil 2: unter dem Brückenbogen

Der 1950 eingeweihte Neubau des Bootshauses unter dem Brückenbogen auf der Maininsel wurde extra höher als die davor liegende östliche Maininsel gelegt und hat im unteren Geschoss massive Betonwände. Zwar ist das Wasser noch nie bis in das obere Geschoss mit Clubraum und Umkleideräumen gestiegen.

Aber lästig wird es schon noch alle paar Jahre. Am 24. Februar 1970 zum Beispiel verwandelt sich das untere Geschoss des Bootshauses in eine Schlammwüste, bei Wasserstand 5,02 Meter. Bis 27. Februar steigt dieser weiter auf 5,40 m. Die Gigboote überstehen das Hochwasser auf den unteren Lagern festgezurrt.

Auf und Ab des Vereins mit dem Wasserstand

Immer wieder Hochwasser – Teil 1: Maininsel und Tiefkai

1876 zweithöchstes Hochwasser der Vereinsgeschichte - Bootshaus mit Uhrturm auf der Maininsel

In den Monaten November bis Februar erreicht das steigende Mainwasser immer wieder die verschiedenen Bootshäuser des Vereins, sei es auf der westlichen Maininsel (1871-1914) oder am Sachsenhäuser Tiefkai (1914-1944). Schon am 21. Februar 1876 erlebt der Verein das zweithöchste Hochwasser. Bei maximalem Pegelstand von 6,20 m werden große Teile der Altstadt überschwemmt. Den Verein plagen danach – und nach erneuten Hochwasserschäden 1877 – Finanznöte: Die Auffüllarbeiten verursachen 7.000 Mark Schulden, die zunächst nicht einmal mit Aktienausgabe an die Mitglieder ausgeglichen werden können. Erst im Jahr 1882 ist die Schuld endlich getilgt, aber …

Das erste Foto vom Verein

17 Mitglieder und zwei Boote auf dem Bootsplatz 1869

Mitglieder auf dem Bootsplatz 1869

Mitglieder auf dem Bootsplatz 1869 (Bild anklicken für größere Darstellung)

Das erste Foto des Frankfurter Rudervereins entstand vermutlich im Jahr 1869, als das Bootshaus noch auf der Werft Leux stand. Zwar datiert es die Chronik 60 Jahre FRV auf 1866, das ist aber kaum möglich, denn im Hintergrund sieht man bereits den erst 1868 erbauten Eisernen Steg. Dieser erhielt 1871 gotische Türmchen an den Pfeilern, die hier noch nicht sichtbar sind.

Die ersten Neujahrsempfänge

Bootshaus eingeweiht, Sechser auf Kiel gelegt

Der Schiffbauplatz mit der Werft Leux aus der Vogelperspektive: Hier errichtete der FRV 1865 sein erstes Domizil, das er mehrmals erweiterte, bis er 1871 auf die Maininsel umzog.

Der Schiffbauplatz mit der Werft Leux aus der Vogelperspektive: Hier errichtete der FRV 1865 sein erstes Domizil, das er mehrmals erweiterte, bis er 1871 auf die Maininsel umzog.

Bis der Schnee die Ofenrohre verstopfte, floss viel Punsch: Am Sonntag, den 6. Januar 1867, also vor genau 148 Jahren, weihte der FRV seine vergrößerte Hütte ein. Diese erste Behausung des Vereins diente zur Aufbewahrung von Kleidung und Gerät und als Versammlungspunkt der Mitglieder. Sie stand am Sachsenhäuser Ufer.